„Operational Excellence“ oder auch „Process Excellence“ sind Begriffe, die schon seit längerer Zeit in der einschlägigen Literatur hier und da mal auftauchen. Du hast vielleicht meine Rezension zum „Praxisbuch Prozessmanagement“ gelesen und festgestellt, dass ich den Abschnitt zum Thema „Next Generation Process Excellence“ besonders interessant fand. In diesem ersten Teil zu selbigen Thema möchte ich dir aufzeigen, was ich unter „Excellence“ verstehe und aufzeigen, was das dann auch im Prozessmanagement bedeuten kann.

Doch es fängt schon gut an! Zumindest im Prozessmanagement gibt es keine klare Definition darüber, was man hinter dem Begriff „Excellence“ genau verstehen soll. Klar, es geht darum erfolgreicher zu werden, standardisiertere Abläufe zu erhalten, um möglichst alle Effizienzpotentiale auszuschöpfen und so weiter und sofort. Aber das half mir ehrlich gesagt im Tagesgeschäft auch nicht wirklich weiter.

Abgrenzung „Operational Excellence“ vs. „Process Excellence“

Ganz deutlich wird das Fehlen einer einheitlichen Definition, wenn du dich einmal mit der Frage beschäftigst, was der Unterschied zwischen „Operational Excellence“ und „Process Excellence“ ist. 

Die einen sagen, der Prozess wäre das Übergeordnete, die anderen sagen es sei die Operations. Mit dieser Frage schein ich auch nicht alleine auf der Welt zu sein, was mir die folgenden Folien von Slideshare zeigen. Process Operandi hat sich 2013 die Mühe gemacht alle möglichen Definitionen – auch unternehmensspezifische – einmal zusammen zu tragen. Das Ende vom Lied lautet:

Process and Operational Excellence are effectively interchangeable terms, especially at the Enterprise level. 

Schade, denn auch so komme ich ehrlich gesagt für meine Arbeit mit Prozessen nur schlecht weiter. Nur eins bleibt wieder einmal bestehen: die Aussage, dass es hier um stetige Optimierung und das Streben nach mehr Effizienz geht. Wie auch beim Lean Management und anderen Konzepten, die man eher aus der QM-Ecke kennt.